Mitte Dezember 2025 hat das Europäische Parlament nach der Einigung mit den EU‑Mitgliedstaaten im Rahmen des Omnibus‑I‑Pakets weitreichende Änderungen zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und zu Sorgfaltspflichten beschlossen. Die neuen Regeln werden deutlich verschlankt und sollen die Wettbewerbsfähigkeit der EU stärken.
Ab 2029 gelten die Sorgfaltspflichten nur noch für große Unternehmen; die branchenspezifische Berichterstattung für kleine Unternehmen und KMU wird freiwillig. Damit soll verhindert werden, dass Berichtspflichten auf kleinere Geschäftspartner abgewälzt werden – ein wichtiger Schritt zum Bürokratieabbau.
Für die Finanzbranche bedeutet das:
▪️ klarere Schwellenwerte
▪️ weniger Komplexität
▪️ verlässlichere ESG‑Daten
▪️ bessere Voraussetzungen für Risikobewertung und Finanzierung
Rund 90 % der ursprünglich von der CSRD erfassten Unternehmen sollen künftig aus der Pflicht herausfallen und freiwillig nach ESRS, VSME, GRI oder ISSB berichten können.
Damit rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Bleibt Europa bei einem eigenständigen Ansatz – oder nähert sich die EU der globalen ISSB‑Baseline an? Beide Wege hätten weitreichende Folgen: ein europäisches Gütesiegel „Nachhaltigkeit made in Europe“ – oder zusätzliche Komplexität im internationalen Wettbewerb. Diese Weichenstellung möchten wir mit führenden Stimmen aus Politik, Finanzwirtschaft und EU‑Institutionen diskutieren.
Der Hessische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales und Entbürokratisierung Manfred Pentz lädt – gemeinsam mit Thomas Groß, CEO der Helaba, und in Kooperation mit dem Sustainable Finance Cluster – zu dieser Veranstaltung ein. Jurica George M., Head of EU‑Liaison Brussels, begrüßt Sie am 25. März 2026, in der Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union.
Distribution: in-person
Talk language: German
Ticket cost: Free access