Bitcoin wollte einst das existierende Finanzsystem revolutionieren und ist heute längst Teil davon. Ursprünglich entstand die Kryptowährung als Antwort auf die Finanzkrise: Transaktionen sollten dezentral und kryptografisch gesichert, ohne Banken und frei von staatlicher Einflussnahme funktionieren. Das Versprechen lautete: finanzielle Selbstbestimmung für alle. Die Realität fällt deutlich ambivalenter aus. Einige wenige hat Bitcoin sehr reich gemacht, viele andere haben ohne Sicherheitsnetz ihr Vermögen verloren. Gleichzeitig ist ein völlig neues Segment im Finanzmarkt entstanden. Ist das Versprechen größerer Selbstbestimmung und Dezentralität haltbar? Denn wenn staatliche Souveränität über Geld schwindet, bleibt das nicht ohne Folgen für Demokratie und Gemeinwohl. Es stellt sich aber auch die Frage: Wie reformbedürftig und -fähig ist unser Finanzwesen?
Referierende:
Ijoma Mangold, Journalist DIE ZEIT und Autor „Die orange Pille. Warum Bitcoin weit mehr als nur ein neues Geld ist“
Dr. Jürgen Schaaf, Advisor Market Infrastructure & Payments, Europäische Zentralbank
Leitung:
Caroline Marburger, Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung
Dr. Erik Meyer, Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung
Dr. Amelie Rüppel, Evangelische Akademie Frankfurt
Moderation:
Claudia Wehrle, ARD-Finanzredaktion
Kooperation:
Diskursprojekt „eFin & Demokratie“ am Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI)
Format: Expert presentation
Topic: Bitcoin, Blockchain, Evangelische Akademie Frankfurt, Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung, HR iNFO
Distribution: virtual, in-person
Talk language: German